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<title>Fehler</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fehler</span></h1>
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<p>Ein <b>Fehler</b> ist die <a href="Devianz" title="Devianz">Abweichung</a> eines <a href="Zustand_(Physik)" title="Zustand (Physik)">Zustands</a>, <a href="Arbeitsvorgang" title="Arbeitsvorgang">Vorgangs</a> oder <a href="Kausalit%C3%A4t" title="Kausalität">Ergebnisses</a> von einem <a href="Standard" title="Standard">Standard</a>, den <a href="Regel_(Richtlinie)" title="Regel (Richtlinie)">Regeln</a> oder einem <a href="Ziel" title="Ziel">Ziel</a>.
</p><p>Er wird auch definiert als ein „Merkmalswert, der die vorgegebenen Forderungen nicht erfüllt“ und als „Nichterfüllung einer Anforderung“;<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dabei wird die Anforderung definiert als „Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“.
</p>



<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allgemeines">Allgemeines</h2></div>
<p>Um einen Zustand oder ein Ergebnis als Fehler zu erkennen, muss eine Bewertung erfolgen. Dazu wird eine Definition benötigt, wie der beabsichtigte Zustand, das erwartete Ergebnis oder das gewünschte Verhalten aussehen soll. Außerdem kann eine zulässige Abweichung vom fehlerfreien Soll zum Ist definiert werden. Wenn der Ist-Zustand oder das Ist-Ergebnis vom Soll abweicht, so kann dies als Fehler bewertet werden.
Um einen Fehler festzustellen, ist also immer eine Beschreibung der Erwartung erforderlich, mit der eine Bewertung des tatsächlichen Ergebnisses vorgenommen wird.
</p><p>Als Beschreibung der Erwartung kommen beispielsweise Normen in Frage. Normen sind <a href="Rechtsnorm" title="Rechtsnorm">rechtliche</a>, <a href="Soziale_Norm" title="Soziale Norm">soziale</a>, <a href="Sprachnorm" title="Sprachnorm">sprachliche</a> oder <a href="Norm_(Technik)" class="mw-redirect" title="Norm (Technik)">technische</a> Vorgaben oder der in <a href="Arbeitsanweisung" title="Arbeitsanweisung">Arbeitsanweisungen</a> geregelte <a href="Arbeitsablauf" title="Arbeitsablauf">Arbeitsablauf</a>. Wird hiervon abgewichen, handelt es sich um einen Fehler. Diese Normen müssen vorher feststehen und den Beteiligten bekannt sein, sonst liegen keine fehlerhaften Normabweichungen vor. Werden sie eingehalten, besteht <a href="Konformit%C3%A4t" title="Konformität">Konformität</a> mit Normen oder Regeln; Abweichungen hiervon sind als Fehler nachweisbar. Fehler betreffen nicht nur <a href="Handeln" title="Handeln">Handlungen</a> wie <a href="Kunstfehler" class="mw-redirect" title="Kunstfehler">Kunstfehler</a> oder <a href="Gussfehler" title="Gussfehler">Gussfehler</a>, sondern auch Zustände wie <a href="Herzfehler" title="Herzfehler">Herzfehler</a> oder <a href="Materialfehler" title="Materialfehler">Materialfehler</a>. Fehler ist auch das, was einer <a href="Sache_(Recht)" title="Sache (Recht)">Sache</a> bzw. einer <a href="Gegebenheit" class="mw-redirect" title="Gegebenheit">Gegebenheit</a> fehlt, etwa eine fehlende <a href="Rohrleitung" title="Rohrleitung">Rohrleitung</a> oder fehlende <a href="Information" title="Information">Informationen</a>. Der Fehler steht jedoch auch für die Abweichung eines gemessenen Wertes vom <a href="Wahrer_Wert" title="Wahrer Wert">wahren Wert</a> oder von der <a href="Fehlertoleranz" class="mw-disambig" title="Fehlertoleranz">Fehlertoleranz</a>. <a href="George_A._Miller" title="George A. Miller">George A. Miller</a> definierte Fehler deshalb im Jahre 1960 als alle Abweichungen des Ist-Zustandes vom Soll-Zustand.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Ist-Zustand, etwa das tatsächlich erzielte <a href="Arbeitsergebnis" class="mw-redirect" title="Arbeitsergebnis">Arbeitsergebnis</a>, wird mit dem Soll-Zustand (hier die <a href="Aufgabe_(Pflicht)" title="Aufgabe (Pflicht)">Arbeitsaufgabe</a>) verglichen. Deshalb kann ein Fehler auch dadurch aufgedeckt werden, dass eine <a href="Handeln" title="Handeln">Handlung</a> oder ein <a href="Messergebnis" title="Messergebnis">Messergebnis</a> nachträglich einer <a href="Beurteilung" title="Beurteilung">Beurteilung</a> unterzogen wird. Hierbei kann es wiederum zu <a href="Beurteilungsfehler" title="Beurteilungsfehler">Beurteilungsfehlern</a> kommen.
</p><p>Fehler betreffen alle Lebensbereiche, sind jedoch in manchen besonders <a href="Salienz" title="Salienz">salient</a>, wie beispielsweise in der Schule,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im Straßenverkehr oder im <a href="Arbeitsprozess_(Betriebswirtschaft)" title="Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)">Arbeitsprozess</a>. Fehler liegen allen Worten aus seiner Wortfamilie wie Scheitern, <a href="Schwachstelle_(Organisation)" title="Schwachstelle (Organisation)">Schwachstelle</a>, <a href="Betriebsst%C3%B6rung" title="Betriebsstörung">Störung</a>, <a href="T%C3%A4uschung" title="Täuschung">Täuschung</a> oder Versagen zugrunde. Jeder <a href="Unfall" title="Unfall">Unfall</a> (etwa <a href="Stra%C3%9Fenverkehrsunfall" title="Straßenverkehrsunfall">Straßenverkehrsunfall</a>) oder jeder <a href="Ungl%C3%BCcksfall" title="Unglücksfall">Unglücksfall</a> (<a href="Arbeitsunfall" title="Arbeitsunfall">Arbeitsunfall</a>, <a href="Haushaltsunfall" title="Haushaltsunfall">Haushaltsunfall</a>, <a href="Sportunfall" class="mw-redirect" title="Sportunfall">Sportunfall</a>) ist ein plötzliches <a href="Ereignis" title="Ereignis">Ereignis</a>, das erheblichen <a href="Schaden" title="Schaden">Schaden</a> an Menschen oder Sachen verursacht und weiteren Schaden zu verursachen droht;<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beide sind auf vorangegangene Fehler zurückzuführen. Sie sind mit negativen <a href="Reiz" title="Reiz">Hinweisreizen</a> (<a href="Angst" title="Angst">Angst</a>, <a href="%C3%84rger" title="Ärger">Ärger</a>, <a href="Schamgef%C3%BChl" title="Schamgefühl">Scham</a>) verbunden, so dass man Fehler zu vermeiden oder zu verheimlichen sucht (<a href="Unfallflucht_(Deutschland)" title="Unfallflucht (Deutschland)">Unfallflucht</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p>Die Worte „Fehler“, „fehl“, „fehlen“ oder „falsch“ wurzeln auf Betrug/Täuschung (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">falla</span> -Substantiv- oder <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">fallere</span> -Verb-).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Hermann_Weimer" title="Hermann Weimer">Hermann Weimer</a> wies bereits 1925 darauf hin, dass „bei weitem nicht alles, was falsch ist, ein Fehler“ sein muss.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fehlerursachen">Fehlerursachen</h2></div>
<p>Beim Menschen liegen den Fehlern überwiegend psychologische Ursachen zugrunde. Hierzu gehören insbesondere zu geringe oder fehlende <a href="Aufmerksamkeit" title="Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a>, <a href="Konzentration_(Psychologie)" title="Konzentration (Psychologie)">Konzentration</a> oder <a href="Motivation" title="Motivation">Motivation</a> sowie <a href="Ablenkung_(Psychologie)" class="mw-redirect" title="Ablenkung (Psychologie)">Ablenkung</a>, <a href="Monotonie_(Psychologie)" title="Monotonie (Psychologie)">Monotonie</a>, <a href="M%C3%BCdigkeit" title="Müdigkeit">Müdigkeit</a> oder <a href="Stress" title="Stress">Stress</a>. Die <a href="Arbeitskurve" title="Arbeitskurve">Arbeitskurve</a> (Lernkurve) gibt deutliche Hinweise auf physiologische Fehlerpotenziale (<a href="Arbeitsbelastung" title="Arbeitsbelastung">Arbeitsbelastung</a>, <a href="Erm%C3%BCdung_(Physiologie)" title="Ermüdung (Physiologie)">Ermüdung</a>). Ursachen maschineller Fehler sind auf <a href="Bedienfehler" title="Bedienfehler">Bedienfehler</a>, mangelnde <a href="Wartung" title="Wartung">Wartung</a> oder <a href="Instandsetzung" class="mw-redirect" title="Instandsetzung">Instandsetzung</a>, überhöhte <a href="Arbeitsintensit%C3%A4t" title="Arbeitsintensität">Arbeitsintensität</a>, nicht bestimmungsgemäßen <a href="Gebrauchsgegenstand" title="Gebrauchsgegenstand">Gebrauch</a>, <a href="Abnutzung" title="Abnutzung">Abnutzung</a>, <a href="Verschlei%C3%9F" title="Verschleiß">Verschleiß</a> oder <a href="Materialerm%C3%BCdung" title="Materialermüdung">Materialermüdung</a> zurückzuführen.
</p><p>Diese Fehlerursachen können schließlich auch danach unterteilt werden, ob sie in der <a href="Umwelt" title="Umwelt">Umwelt</a> der handelnden Person oder innerhalb der <a href="Person" title="Person">Person</a> liegen:<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><i>Umfeld der handelnden Person</i>: <a href="Organisation" title="Organisation">Organisation</a>, <a href="Arbeitsumgebung" title="Arbeitsumgebung">Arbeitsumgebung</a> (<a href="Arbeitszeit" title="Arbeitszeit">Arbeitszeit</a>, <a href="L%C3%A4rm" title="Lärm">Lärm</a>, <a href="Arbeitsmittel" title="Arbeitsmittel">Arbeitsmittel</a>), <a href="Aufgabe_(Pflicht)" title="Aufgabe (Pflicht)">Arbeitsaufgabe</a> (<a href="Arbeitsablauf" title="Arbeitsablauf">Arbeitsablauf</a>, <a href="Arbeitsintensit%C3%A4t" title="Arbeitsintensität">Arbeitsintensität</a>, <a href="Arbeitsteilung" title="Arbeitsteilung">Arbeitsteilung</a>, <a href="Komplexit%C3%A4t" title="Komplexität">Komplexität</a>) sowie die <a href="Arbeitsgruppe" title="Arbeitsgruppe">Arbeitsgruppe</a> können Fehlerquellen sein.</li>
<li><i>Innerhalb der Person</i>
<ul><li><a href="Physiologie" title="Physiologie">Physiologische</a> und <a href="Biologie" title="Biologie">biologische</a> Faktoren: <a href="M%C3%BCdigkeit" title="Müdigkeit">Müdigkeit</a> führt zu <a href="Wahrnehmungsfehler" title="Wahrnehmungsfehler">Wahrnehmungs-</a> und <a href="Denkfehler" class="mw-redirect" title="Denkfehler">Denkfehlern</a>, ebenso <a href="Hypoxie_(Medizin)" title="Hypoxie (Medizin)">Sauerstoffmangel</a>, <a href="Krankheit" title="Krankheit">Krankheit</a> oder der Einfluss von <a href="Droge" title="Droge">Drogen</a>.</li>
<li>Individuelle <a href="Erfahrung" title="Erfahrung">Erfahrung</a>, <a href="Fachwissen" class="mw-redirect" title="Fachwissen">Fachwissen</a>, <a href="Fertigkeit" title="Fertigkeit">Fertigkeiten</a> und <a href="F%C3%A4higkeit_(Psychologie)" class="mw-redirect" title="Fähigkeit (Psychologie)">Fähigkeiten</a> können Fehlerquellen sein, wenn sie geringer sind als es die Aufgabe erfordert (<a href="%C3%9Cberforderung" title="Überforderung">Überforderung</a>).</li>
<li>Informationsverarbeitung: Wahrnehmungsverzerrungen entstehen bei der Informationsgewinnung und Informationsverarbeitung durch den <a href="Entscheidungstr%C3%A4ger" class="mw-redirect" title="Entscheidungsträger">Entscheidungsträger</a>. Aufgrund einer (physiologisch bedingten) begrenzten Aufnahme- und Verarbeitungskapazität können aus quantitativen Gründen nicht alle <a href="Reiz" title="Reiz">Reize</a> wahrgenommen werden, denen ein Entscheidungsträger ausgesetzt ist. Die nicht wahrgenommenen Reize stellen einen <a href="Wahrnehmungsfehler" title="Wahrnehmungsfehler">Wahrnehmungsfehler</a> dar.</li></ul></li></ul>
<p>Diese externen (Umfeld) und internen Fehlerquellen können isoliert oder auch kombiniert auftreten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fehlerarten">Fehlerarten</h2></div>
<p>In der <a href="#Fehleranalyse_und_Fehlerbereinigung">Fehleranalyse</a> gab es viele Versuche, die Fehlerarten zu systematisieren. So gibt es die Einteilung in
</p>
<ul><li>strukturelles/mechanisches/sonstiges Versagen,</li>
<li>Informationsfehler, Diagnosefehler, Zielfehler, Strategiefehler, Prozedurfehler und Ausführungsfehler.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>James Reason klassifizierte 1990 menschliche Fehler nach <i>unbeabsichtigt</i> (Aufmerksamkeitsfehler), <i>vergesslich</i> (Gedächtnisfehler), <i>fehlerhaft</i> (regelbasierte Fehler) und <i>beabsichtigt</i> (Verstoß gegen Routine, Ausnahmeverstoß, Sabotage).<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Außerdem kann man Fehler in systematische und zufällige einteilen:
</p>
<ul><li>Ein <a href="Systematischer_Fehler" class="mw-redirect" title="Systematischer Fehler">systematischer Fehler</a> liegt vor, wenn Normen oder Messgeräte falsch oder ungenau sind und die – eigentlich objektiv richtigen – Arbeitsergebnisse hiervon abweichen. Ist beispielsweise eine <a href="Waage" title="Waage">Waage</a> falsch <a href="Justierung" title="Justierung">justiert</a>, können die Gewichte der gewogenen Gegenstände nicht genau bestimmt werden. Diese Fehler entstehen durch gesetzmäßige Zusammenhänge einer <a href="Handeln" title="Handeln">Handlung</a>, die auf fehlerhafte Normen trifft. Die <a href="Fehlerh%C3%A4ufigkeit" class="mw-redirect" title="Fehlerhäufigkeit">Fehlerhäufigkeit</a> liegt hierbei sehr hoch, im Extremfall bei 100&nbsp;%. Die Fehlerbehebung setzt bei der übergeordneten Fehlerquelle an und führt zur Beseitigung einer Vielzahl von fehlerhaften Messungen.</li>
<li>Ein zufälliger Fehler tritt ohne gesetzmäßigen Zusammenhang durch <a href="Zufall" title="Zufall">Zufall</a> auf und beruht auf dem Fehlverhalten durch <a href="Menschlicher_Fehler" title="Menschlicher Fehler">menschliche Fehler</a>, <a href="Technischer_Defekt" class="mw-redirect" title="Technischer Defekt">technische Defekte</a> oder maschinelle Fehlfunktionen. Um letztere handelt es sich, wenn <a href="Maschine" title="Maschine">Maschinen</a> oder sonstige <a href="Apparat_(Verfahrenstechnik)" title="Apparat (Verfahrenstechnik)">Apparate</a> nicht aufgabenkonform <a href="Funktion_(Objekt)" title="Funktion (Objekt)">funktionieren</a>. Die Fehlerhäufigkeit ist bei zufälligen Fehlern <a href="Tendenz" title="Tendenz">tendenziell</a> wesentlich geringer als bei systematischen Fehlern. Die Fehlerbehebung ist dagegen schwieriger als bei systematischen Fehlern, weil jedes einzelne Fehlerobjekt eine andere Fehlerursache haben kann.</li></ul>
<p>Verkettungen von Fehlern in einem Zusammenhang werden <i>Fehlerkette</i> genannt; sie können zu einem Zusammenbruch ganzer Systeme führen,<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> z.&nbsp;B. <a href="Flugzeugabsturz" title="Flugzeugabsturz">Flugzeugabsturz</a> oder weiträumiger <a href="Stromausfall" title="Stromausfall">Stromausfall</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Klassifizierung_von_Fehlern">Klassifizierung von Fehlern</h2></div>
<p>Fehler werden nach ihren Auswirkungen in der <a href="Fehlerklassifizierung" title="Fehlerklassifizierung">Fehlerklassifizierung</a> wie folgt eingeteilt:<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><i>Kritische Fehler</i>: Sie verursachen eine <a href="Gefahr" title="Gefahr">Gefahr</a> für die <a href="Gesundheit" title="Gesundheit">Gesundheit</a> oder das <a href="Leben" title="Leben">Leben</a> von Menschen.</li>
<li><i>Hauptfehler</i> beeinträchtigen die <a href="Funktion_(Objekt)" title="Funktion (Objekt)">Funktion</a> wesentlich oder machen das Objekt <a href="Funktionalit%C3%A4t_(Produkt)" title="Funktionalität (Produkt)">funktionsunfähig</a>.</li>
<li><i>Nebenfehler</i> beeinträchtigen die Funktion gering oder sind <a href="Sch%C3%B6nheitsfehler" title="Schönheitsfehler">Schönheitsfehler</a>.</li>
<li><i>Kardinalfehler</i> sind grundlegende oder schwerwiegende Fehler.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Die Folgen eines Fehlers sind in der Regel unerwünscht. Daher werden Fehler häufig – aber nicht ausschließlich – nach der Schwere der <i>Fehlerauswirkungen</i> klassifiziert. Nach dem Fehlerausmaß unterscheidet man zwischen
</p>
<ul><li><i>Kleinen Fehlern</i>: <a href="Lapsus" title="Lapsus">Lapsus</a> (<a href="Schreibfehler" class="mw-redirect" title="Schreibfehler">Schreibfehler</a>, <a href="Freudscher_Versprecher" title="Freudscher Versprecher">Freudscher Versprecher</a>), „Slips“ (Gedächtnis- oder Erinnerungsfehler), <a href="Fauxpas" title="Fauxpas">Fauxpas</a> als Verstoß gegen ungeschriebene <a href="Umgangsform" class="mw-redirect" title="Umgangsform">Umgangsformen</a>, Flüchtigkeitsfehler, „Patzer“ aus Unachtsamkeit oder „Schnitzer“.</li>
<li><i>Groben Fehlern</i>: sind folgenreiche Fehler, die <a href="Schaden" title="Schaden">Schäden</a> (<a href="Personenschaden" title="Personenschaden">Personenschaden</a>, <a href="Sachschaden" title="Sachschaden">Sachschaden</a>) verursachen. Vorhandene Regeln werden wegen <a href="Unkenntnis" class="mw-redirect" title="Unkenntnis">Unkenntnis</a> übersehen, <a href="Wille" title="Wille">ungewollt</a> falsch angewandt oder sogar bewusst missachtet (<a href="Absichtlicher_Fehler" title="Absichtlicher Fehler">absichtlicher Fehler</a>).</li></ul>
<p>Entscheidend für die Fehlererkennung ist, wer die Fehler entdeckt, entweder der Handelnde selbst oder ob Fehler erst bei der <a href="Kontrolle" title="Kontrolle">Kontrolle</a> auffallen.
Lediglich 20–30&nbsp;% der Fehlerarten sind nach der <a href="Pareto-Verteilung" title="Pareto-Verteilung">Pareto-Verteilung</a> für 70–80&nbsp;% aller Fehler verantwortlich.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fehler_in_einzelnen_Fachgebieten">Fehler in einzelnen Fachgebieten</h2></div>
<p>In einzelnen <a href="Fachgebiet" title="Fachgebiet">Fachgebieten</a> gibt es andere Fehlerarten, wie etwa in der <a href="P%C3%A4dagogik" title="Pädagogik">Pädagogik</a> oder <a href="Mathematik" title="Mathematik">Mathematik</a>. Die Pädagogik kennt <i>Reproduktionsfehler</i> (mangelnder Abruf gelernter Inhalte), <i>Verständnisfehler</i> (Verständnisschwierigkeiten), <i>Anwendungsfehler</i> (mangelnde Anwendung von vorhandenem Wissen in neuen Situationen) oder <i>Kommunikationsfehler</i> (Missverständnisse). Die <a href="Numerische_Mathematik" title="Numerische Mathematik">numerische Mathematik</a> definiert den Fehler anders als die Umgangssprache. Danach liegt ein Fehler vor, wenn durch den Verstoß gegen <a href="Rechenregel" class="mw-redirect" title="Rechenregel">Rechenregeln</a>, die Verwendung von falschen <a href="Gleichung" title="Gleichung">Gleichungen</a> oder eine falsche mathematische <a href="Schlussfolgerung" title="Schlussfolgerung">Schlussfolgerung</a> ein unbrauchbares Ergebnis entsteht. Auch die Abweichung eines <a href="N%C3%A4herungswert" title="Näherungswert">Näherungswerts</a> von einem – meist unbekannten – <a href="Wahrer_Wert" title="Wahrer Wert">wahren Wert</a> ist ein Fehler.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Alltag">Alltag</h3></div>
<p>Häufige Alltagsfehler sind <a href="Denkfehler" class="mw-redirect" title="Denkfehler">Denkfehler</a>, <a href="Druckfehler" title="Druckfehler">Druckfehler</a>, <a href="Fat-Finger-Fehler" title="Fat-Finger-Fehler">Fat-Finger-Fehler</a>, <a href="Rechenfehler" title="Rechenfehler">Rechenfehler</a>, <a href="Rechtschreibfehler" title="Rechtschreibfehler">Rechtschreibfehler</a>, <a href="Verh%C3%B6rer" title="Verhörer">Hörfehler</a>, <a href="Sprechfehler" class="mw-redirect" title="Sprechfehler">Sprechfehler</a> oder <a href="Tippfehler" title="Tippfehler">Tippfehler</a>. Sie alle können zu groben Fehlern werden, wenn sie unentdeckt bleiben und Schäden auslösen. <a href="Wahrnehmungsfehler" title="Wahrnehmungsfehler">Wahrnehmungsfehler</a> sind <a href="Mangel_(Qualit%C3%A4t)" class="mw-redirect" title="Mangel (Qualität)">Mängel</a> der <a href="F%C3%A4higkeit_(Psychologie)" class="mw-redirect" title="Fähigkeit (Psychologie)">Fähigkeit</a>, aus sensorischen Informationen ein umfassendes und adäquates Abbild von Eigenschaften der physikalischen und sozialen Umwelt abzuleiten.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaft">Wirtschaft</h3></div>
<p>Oberstes Ziel der <a href="Produktion" title="Produktion">Produktion</a> von <a href="Gut_(Wirtschaftswissenschaft)" title="Gut (Wirtschaftswissenschaft)">Gütern</a> und <a href="Dienstleistung" title="Dienstleistung">Dienstleistungen</a> ist die Vermeidung von <a href="Fehlproduktion" title="Fehlproduktion">Fehlproduktion</a>, um die <a href="Produktqualit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Produktqualität">Produkt-</a> und <a href="Dienstleistungsqualit%C3%A4t" title="Dienstleistungsqualität">Dienstleistungsqualität</a> nicht zu beeinträchtigen und <a href="Fehlerkosten" title="Fehlerkosten">Fehlerkosten</a> zu verhindern. Dies trägt sowohl zur <a href="Produktsicherheitsgesetz_(Deutschland)" title="Produktsicherheitsgesetz (Deutschland)">Produktsicherheit</a> als auch zur <a href="Kundenzufriedenheit" title="Kundenzufriedenheit">Kundenzufriedenheit</a> bei und setzt eine möglichst hohe <a href="Arbeitsqualit%C3%A4t" title="Arbeitsqualität">Arbeitsqualität</a> voraus. Die <a href="Null-Fehler-Strategie" title="Null-Fehler-Strategie">Null-Fehler-Strategie</a> zielt auf eine möglichst fehlerfreie Produktion ab, bei der kein <a href="Fehlproduktion" title="Fehlproduktion">Ausschuss</a> erzeugt werden soll und daher keine <a href="Nacharbeit" class="mw-redirect" title="Nacharbeit">Nacharbeit</a> notwendig wird. Die früheren DIN ISO 8402 und DIN 55350 beschrieben den Fehler als „Nichterfüllung einer festgelegten Forderung“. Darunter fallen Fehlerarten wie der <a href="Planungsfehlschluss" title="Planungsfehlschluss">Planungsfehlschluss</a>, die <a href="Fehlentscheidung" class="mw-redirect" title="Fehlentscheidung">Fehlentscheidung</a>, <a href="Konstruktionsfehler" title="Konstruktionsfehler">Konstruktionsfehler</a> oder <a href="Fehlbesetzung" class="mw-redirect" title="Fehlbesetzung">Fehlbesetzung</a>.
</p><p>Als <a href="Fehlerfolgekosten" class="mw-redirect" title="Fehlerfolgekosten">Fehlerfolgekosten</a> werden alle Kosten bezeichnet, die <a href="Kurzfristig" class="mw-redirect" title="Kurzfristig">kurz-</a>, <a href="Mittelfristig" class="mw-redirect" title="Mittelfristig">mittel-</a> und <a href="Lange_Frist" title="Lange Frist">langfristig</a> durch die Auswirkung von Fehlern entstehen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Recht">Recht</h3></div>
<p>Die <a href="Rechtswissenschaft" title="Rechtswissenschaft">Rechtswissenschaft</a> befasst sich einerseits mit Fehlern in der <a href="Rechtsetzung" title="Rechtsetzung">Rechtsetzung</a> (z.&nbsp;B. unbewusste <a href="Gesetzesl%C3%BCcke" title="Gesetzeslücke">Gesetzeslücken</a>), anderseits mit solchen der <a href="Rechtsanwendung" class="mw-redirect" title="Rechtsanwendung">Rechtsanwendung</a> (z.&nbsp;B. <a href="Verfahrensfehler" class="mw-redirect" title="Verfahrensfehler">Verfahrensfehler</a>).
</p><p>Im Recht ist jede Abweichung von einer <a href="Rechtsnorm" title="Rechtsnorm">Rechtsnorm</a> als Fehler anzusehen. Im <a href="Zivilrecht" class="mw-redirect" title="Zivilrecht">Zivilrecht</a> ist die <a href="Sorgfalt" title="Sorgfalt">Sorgfalt</a> eine <a href="Verhaltensnorm" class="mw-redirect" title="Verhaltensnorm">Verhaltensnorm</a>, von der <a href="Fahrl%C3%A4ssigkeit" title="Fahrlässigkeit">Fahrlässigkeit</a> und <a href="Vorsatz_(Deutschland)" class="mw-redirect" title="Vorsatz (Deutschland)">Vorsatz</a> fehlerhaft abweichen. Das <a href="Strafrecht_(Deutschland)" title="Strafrecht (Deutschland)">Strafrecht</a> oder <a href="Nebenstrafrecht" title="Nebenstrafrecht">Nebenstrafrecht</a> bedroht die im <a href="Straftatbestand" class="mw-redirect" title="Straftatbestand">Straftatbestand</a> oder in <a href="Ordnungswidrigkeit" title="Ordnungswidrigkeit">Ordnungswidrigkeiten</a> zum Ausdruck kommenden Verhaltensfehler mit <a href="Strafe" title="Strafe">Strafe</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zivilrecht">Zivilrecht</h4></div>
<p>Ein ärztlicher <a href="Behandlungsfehler" title="Behandlungsfehler">Behandlungsfehler</a> wird vermutet, wenn sich ein allgemeines Behandlungsrisiko verwirklicht hat, das für den Behandelnden voll beherrschbar war und das zur Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit des <a href="Patient" title="Patient">Patienten</a> geführt hat (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__630h.html">§&nbsp;630h</a></span> Abs. 1 <a href="B%C3%BCrgerliches_Gesetzbuch" title="Bürgerliches Gesetzbuch">BGB</a>). Alle <a href="Beratung" title="Beratung">beratungsintensiven</a> Berufe beinhalten das Risiko der <a href="Falschberatung" class="mw-redirect" title="Falschberatung">Falschberatung</a>. Der <a href="Reiseveranstalter" title="Reiseveranstalter">Reiseveranstalter</a> ist verpflichtet, die <a href="Reise" title="Reise">Reise</a> so zu erbringen, dass sie die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem <a href="Reisevertrag" title="Reisevertrag">Reisevertrag</a> vorausgesetzten Nutzen aufheben oder mindern (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651c.html">§&nbsp;651c</a></span> Abs. 1 BGB).
</p><p>Ein <a href="Produkt_(Wirtschaft)" title="Produkt (Wirtschaft)">Produkt</a> hat einen Fehler, wenn es nicht die <a href="Sicherheit" title="Sicherheit">Sicherheit</a> bietet, die unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere seiner Darbietung, des Gebrauchs, mit dem billigerweise gerechnet werden kann oder des Zeitpunkts, in dem es in den Verkehr gebracht wurde, berechtigterweise erwartet werden kann (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/prodhaftg/__3.html">§&nbsp;3</a></span> Abs. 1 <a href="ProdHaftG" class="mw-redirect" title="ProdHaftG">ProdHaftG</a>). Wird durch den Fehler eines Produkts jemand getötet, sein Körper oder seine Gesundheit verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der <a href="Hersteller" class="mw-redirect" title="Hersteller">Hersteller</a> des Produkts verpflichtet, dem Geschädigten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/prodhaftg/__1.html">§&nbsp;1</a></span> Abs. 1 ProdHaftG).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Verwaltungsrecht">Verwaltungsrecht</h4></div>
<p>Ein <a href="Verwaltungsakt_(Deutschland)" title="Verwaltungsakt (Deutschland)">Verwaltungsakt</a> ist <a href="Unwirksamkeit" title="Unwirksamkeit">nichtig</a>, soweit er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände offensichtlich ist (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/vwvfg/__44.html">§&nbsp;44</a></span> Abs. 1 <a href="VwVfG" class="mw-redirect" title="VwVfG">VwVfG</a>). Ein schwerwiegender Fehler macht den Verwaltungsakt schlechterdings unerträglich, ihn also „mit tragenden Verfassungsprinzipien oder der Rechtsordnung immanenten wesentlichen Wertvorstellungen unvereinbar erscheinen lässt [...]. Die an eine ordnungsgemäße Verwaltung zu stellenden Anforderungen müssen in einem so erheblichen Maße verletzt sein, dass von niemanden erwartet werden kann, den Verwaltungsakt als verbindlich anzuerkennen“.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu unterscheiden ist der bloß unrichtige, der rechtswidrige und der <a href="Unwirksamkeit" title="Unwirksamkeit">unwirksame</a> Verwaltungsakt. Unrichtige Verwaltungsakte beinhalten die in <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/vwvfg/__42.html">§&nbsp;42</a></span> VwVfgG aufgezählten Fehler (Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Strafrecht">Strafrecht</h4></div>
<p>Eine <a href="Verbrechen" title="Verbrechen">Straftat</a> ist gekennzeichnet durch die <a href="Tatbestand" title="Tatbestand">Tatbestandmäßigkeit</a>, <a href="Rechtswidrigkeit" title="Rechtswidrigkeit">Rechtswidrigkeit</a> und <a href="Schuld_(Strafrecht)" title="Schuld (Strafrecht)">Schuld</a>. Der Kern des Schuldvorwurfs besteht darin, dass der <a href="T%C3%A4ter" title="Täter">Täter</a> rechtswidrig gehandelt hat, obwohl er seinen <a href="Anlage_(P%C3%A4dagogik)" title="Anlage (Pädagogik)">Anlagen</a> und Umständen entsprechend fähig war, normgemäß zu handeln.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erfüllt er mithin durch sein schuldhaftes Fehlverhalten eine bestimmte Strafnorm, so droht ihm Strafe.
</p><p><span id="Statistik"></span>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mathematik">Mathematik</h3></div>
<p>Korrekte <a href="Beweis_(Mathematik)" title="Beweis (Mathematik)">mathematische Beweise</a> müssen frei von <a href="Fehlschluss" title="Fehlschluss">Fehlschlüssen</a> und sonstigen <a href="Logik" title="Logik">Logikfehlern</a> sein.
</p><p><a href="Rundungsfehler" title="Rundungsfehler">Rundungsfehler</a> sind wissentlich in Kauf genommene geplante Abweichungen, <a href="Rechenfehler" title="Rechenfehler">Rechenfehler</a> dagegen geschehen meist unbewusst.
</p><p>In der <a href="Statistik" title="Statistik">Statistik</a> gibt es <a href="Fehler_1._und_2._Art" title="Fehler 1. und 2. Art">Fehler 1. und 2. Art</a>, <a href="Zufallsfehler" class="mw-redirect" title="Zufallsfehler">zufällige Fehler</a> und <a href="Stichprobenfehler" class="mw-redirect" title="Stichprobenfehler">Stichproben-</a> oder <a href="Standardfehler" title="Standardfehler">Standardfehler</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Biologie">Biologie</h3></div>

<p><a href="Genetik" title="Genetik">Genetisch</a> betrachtet werden Fehler, die bei der <a href="Transkription_(Biologie)" title="Transkription (Biologie)">Transkription</a> entstehen, als <a href="Mutation" title="Mutation">Mutationen</a> bezeichnet. Als Ursache für diese Veränderungen können unterschiedliche <a href="Mutagen" title="Mutagen">Mutagene</a> in Frage kommen, welche die Wahrscheinlichkeit eines <a href="DNA-Schaden" title="DNA-Schaden">DNA-Schadens</a> steigen lassen. Nicht nur bei der Transkription, sondern auch bei der <a href="Translation_(Biologie)" title="Translation (Biologie)">Translation</a> kann es zu Fehlern kommen, die zur Veränderung des <a href="Ph%C3%A4notyp" title="Phänotyp">Erscheinungsbildes</a> oder der <a href="Genotyp" title="Genotyp">genetischen Ausstattung</a> eines Lebewesens führen können. Im ungünstigsten Fall führt die Veränderung zu schweren Beeinträchtigungen oder <a href="Fehlbildung" title="Fehlbildung">Fehlbildungen</a>.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dennoch werden diese Fehler in der Biologie nicht nur als negativ betrachtet, da sie auch Eigenschaften hervorbringen können, welche die Anpassung eines <a href="Organismus" title="Organismus">Organismus</a> begünstigen können. Diese Mutationen können so zu einem <a href="Evolution" title="Evolution">evolutionären</a> Vorteil werden (siehe hierzu: <a href="Selektion_(Evolution)" title="Selektion (Evolution)">Selektion</a>)<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Im Labor können Mutationen darüber hinaus unter kontrollierten Bedingungen gezielt herbeigeführt werden. In der <a href="Pflanzenz%C3%BCchtung" title="Pflanzenzüchtung">Pflanzenzüchtung</a> wird hierfür oft <a href="Strahlung" title="Strahlung">Strahlung</a> (z.&nbsp;B. <a href="R%C3%B6ntgenstrahlung" title="Röntgenstrahlung">Röntgen-</a> oder <a href="Neutronenstrahlung" title="Neutronenstrahlung">Neutronenstrahlung</a>) verwendet, durch deren Einsatz sich die Häufigkeit der auftretenden Mutationen signifikant erhöht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Technik">Technik</h3></div>
<p>Fehler und ihre Folgen können auch durch Fehlfunktionen wie <a href="Technischer_Defekt" class="mw-redirect" title="Technischer Defekt">technische Defekte</a> verursacht werden. In diesem Fall wird der Fehler nicht durch Menschen verursacht, die ein System oder ein Gerät benutzen und bedienen, sondern sie entstehen bei Produktion und/oder Konstruktion (<a href="Konstruktionsfehler" title="Konstruktionsfehler">Konstruktionsfehler</a>). Vielfach sind technische Fehler deshalb im weiteren Sinne wiederum auf menschliche Fehler in der <a href="Konstruktion_(Technik)" class="mw-redirect" title="Konstruktion (Technik)">Konstruktionsphase</a> oder im <a href="Produktionsprozess" title="Produktionsprozess">Produktionsprozess</a> zurückzuführen. Die <i>Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse</i> (<a href="FMEA" title="FMEA">FMEA</a>) versucht alle möglichen Fehler, die Fehlerfolgen und möglichen Fehlerverkettungen systematisch zu erkennen und zu bewerten, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die digitale <a href="Daten%C3%BCbertragung" title="Datenübertragung">Datenübertragung</a> verwendet <a href="Fehlerkorrekturverfahren" title="Fehlerkorrekturverfahren">Fehlerkorrekturverfahren</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Physik_und_Messtechnik">Physik und Messtechnik</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Messabweichung" title="Messabweichung">Messabweichung</a> und <a href="Messger%C3%A4teabweichung" title="Messgeräteabweichung">Messgeräteabweichung</a></i></div>
<p>Die <a href="Klassische_Physik" title="Klassische Physik">klassische Physik</a> setzt für die verwendeten <a href="Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fe" title="Physikalische Größe">physikalische Größen</a> eindeutige <a href="Wahrer_Wert" title="Wahrer Wert">wahre Werte</a> voraus. Ziel der <a href="Messtechnik" title="Messtechnik">Messtechnik</a> ist es, die Werte dieser Größen mit abschätzbarer Annäherung zu ermitteln. In aller Regel verbleibt aber eine Abweichung von dem Wert, der mit der Definition der betrachteten speziellen Größe übereinstimmt. Die Bezeichnung jeder Art von Messabweichung als <i>Fehler</i> geht auf <a href="Carl_Friedrich_Gau%C3%9F" title="Carl Friedrich Gauß">Carl Friedrich Gauß</a> zurück und wurde bis in das Jahr 1983 beibehalten.<sup id="cite_ref-Geiger_2008_22-0" class="reference"><a href="#cite_note-Geiger_2008-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Sinne der Definition des Begriffs Fehler als „Nichterfüllung einer Anforderung“ gilt die Bezeichnung Fehler (seit 1983) nur für unzulässige Realisierungen, wie sie durch technische Unzulänglichkeiten einer Messeinrichtung oder einer Maßverkörperung entstehen können.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nur „grobe“ Messabweichungen, die von falscher Handhabung oder offensichtlichen Mängeln der Messgeräte herrühren, können korrekt als <i>Messfehler</i> bezeichnet werden.<sup id="cite_ref-Adunka_44_24-0" class="reference"><a href="#cite_note-Adunka_44-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch bei <i>zulässigen</i> Realisierungen, bei denen nichts Regelwidriges eingesetzt oder Defektes verwendet wird, wird nicht der wahre Wert gemessen. Die Abweichungen eines solchen Messwertes vom wahren Wert sind aber keine Fehler im Sinne <i>dieses</i> Begriffs. Zur Unterscheidung ist nach zehnjähriger Diskussion<sup id="cite_ref-Geiger_2008_22-1" class="reference"><a href="#cite_note-Geiger_2008-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Sprachbildung in der deutschsprachigen <a href="Normung" title="Normung">Normung</a>, insbesondere in der Grundlagennorm zur Messtechnik <a href="DIN_1319" title="DIN 1319">DIN 1319</a>, auf die Bezeichnung <i>Messabweichung</i> umgestellt worden mit einer Bedeutung, die im zugehörigen Hauptartikel behandelt wird. Im Sprachgebrauch wird vielfach diese Messabweichung gemeint, wenn von Messfehler geredet wird. Aber selbst international ist festgelegt: „Messabweichung sollte nicht mit Fehler verwechselt werden.“<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Wort Fehler wird in der Messtechnik allerdings in Verbindung mit anderen Wörtern noch weiterhin verwendet (<a href="Fehlerrechnung" title="Fehlerrechnung">Fehlerrechnung</a>, <a href="Fehlergrenze" title="Fehlergrenze">Fehlergrenze</a>, <a href="Fehlerfortpflanzung" title="Fehlerfortpflanzung">Fehlerfortpflanzung</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Software">Software</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Programmfehler" title="Programmfehler">Programmfehler</a></i></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Liste_von_Programmfehlerbeispielen" title="Liste von Programmfehlerbeispielen">Liste von Programmfehlerbeispielen</a></i></div>
<p>Fehler im Zusammenhang mit Software entstehen durch
</p>
<ul><li>Mangelhafte, nicht aufgabenadäquate Programmspezifikation,</li>
<li>Denkfehler beim Programmieren, vergessene Fälle,</li>
<li>Mangelhafte <a href="Ergonomie" title="Ergonomie">Ergonomie</a> (Bedienbarkeit),</li>
<li>Fehlerhaften Daten<a href="Eingabe_(Computer)" title="Eingabe (Computer)">input</a> (z.&nbsp;B. falsche Bedienung oder andere Anwendungsfehler): Ein Programm kann nur bei korrektem Input auch ein korrektes <a href="Ausgabe_(Computer)" title="Ausgabe (Computer)">Output</a> liefern. Neben dieser Kernfunktion, welche oft dem <a href="EVA-Prinzip" title="EVA-Prinzip">EVA-Prinzip</a> folgt, muss ein robustes Programm aber auch alle voraussehbaren Fehleingaben behandeln. Dabei sollen dem Anwender sachdienliche, möglichst eindeutige, für den Anwender verständliche Hinweise in Form von <a href="Fehlermeldung" title="Fehlermeldung">Fehlermeldungen</a> dazu gegeben werden, was er falsch macht bzw. wo die Ursache der Fehleingabe liegt. Diese Fehlermeldungen können optisch auf dem Bildschirm, (zusätzlich) akustisch oder fortlaufend in einem gleichzeitig fortlaufenden <a href="Logdatei" title="Logdatei">Fehlerprotokoll</a> erfolgen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Linguistik">Linguistik</h3></div>
<p>Die <a href="Linguistik" class="mw-redirect" title="Linguistik">Linguistik</a> versteht unter Fehler die Abweichung von einer verbindlichen <a href="Sprachregel" class="mw-redirect" title="Sprachregel">Sprachregel</a> und unterscheidet <i>Kompetenzfehler</i> als grundsätzliche Unsicherheit oder <i>Wissenslücke</i>; <i>Performanzfehler</i> dagegen zeigen ein Scheitern an Umsetzungsschwierigkeiten. <i>Sichtbare Fehler</i> sind äußerlich erkennbar, <i>verdeckte Fehler</i> bleiben zunächst verborgen; <i>produktiver Fehler</i> ist ein durch eigenes Sprechen wahrnehmbarer Fehler, <i>rezeptiver Fehler</i> dagegen ein Hörfehler.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Fehlerlinguistik" title="Fehlerlinguistik">Fehlerlinguistik</a> untersucht Fehler beim Sprechen und Lesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sport_und_Spielen">Sport und Spielen</h3></div>
<p>Bei einem <a href="Spiel" title="Spiel">Spiel</a> oder im <a href="Sport" title="Sport">Sport</a> ist ein Fehler ein <a href="Spielzug" title="Spielzug">Spielzug</a> oder eine Handlung, die normalerweise eine <a href="Wettkampf" title="Wettkampf">Niederlage</a> oder eine Minderung des <a href="Punkteregel" title="Punkteregel">Gewinns</a> verursacht. Ein Fehler kann spielentscheidend sein, aber oft auch durch andere Handlungen ausgeglichen werden. Der <a href="Schach-Gro%C3%9Fmeister" class="mw-redirect" title="Schach-Großmeister">Schach-Großmeister</a> <a href="Savielly_Tartakower" title="Savielly Tartakower">Savielly Tartakower</a> behauptet in seinen <a href="Tartakowerismen" title="Tartakowerismen">Tartakowerismen</a>: „Die Existenz des Schachspiels wird allein durch die Existenz von Fehlern gerechtfertigt“.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fehleranalyse_und_Fehlerbereinigung">Fehleranalyse und Fehlerbereinigung</h2></div>
<p>Unter Fehleranalyse wird eine systematische, rigorose, objektive Untersuchung des Sachverhaltes, des Entscheidungsprozesses, der Aktion, der Handlung und der übrigen Umstände verstanden, die zu einem „nicht erwünschten Ereignis“ geführt haben.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie ist die Methode, die Ursachen der Fehler zu eruieren, und dies möglichst sorgfältig, um sie in der Zukunft zu vermeiden. Durch <a href="Fehlerdiagnose" title="Fehlerdiagnose">Fehlerdiagnose</a> und <a href="Fehler-Ursachen-Analyse" title="Fehler-Ursachen-Analyse">Fehler-Ursachen-Analyse</a> werden entstandene Fehler statistisch erfasst, Fehlerquellen systematisiert und im Rahmen einer <a href="Fehlerquote" class="mw-redirect" title="Fehlerquote">Fehlerquote</a> dargestellt. Das <a href="Fehlermanagement" title="Fehlermanagement">Fehlermanagement</a> hat für die Aufdeckung und Behebung von <a href="Schwachstelle_(Organisation)" title="Schwachstelle (Organisation)">Schwachstellen</a> zu sorgen, wodurch künftige Fehlerpotenziale verringert oder völlig ausgeschlossen werden können. Die <a href="Fehlerbereinigung" class="mw-redirect" title="Fehlerbereinigung">Fehlerbereinigung</a> trägt zur Beseitigung aufgetretener Fehler bei. Eine <a href="Fehlerkultur" title="Fehlerkultur">Fehlerkultur</a> schließlich soll zum richtigen Umgang mit Fehlern sorgen. Dabei spielt das <a href="Lernen_aus_Fehlern" title="Lernen aus Fehlern">Lernen aus Fehlern</a> eine wichtige Rolle. Es konzentriert sich auf die Fehlerursachen und entwickelt im <a href="Qualit%C3%A4tsmanagement" title="Qualitätsmanagement">Qualitätsmanagement</a> Strategien zur Fehlervermeidung. Der Umgang mit Fehlern ist ein wesentliches Merkmal einer nachhaltigen Betriebsführung und damit wirtschaftlichen Erfolges.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Fehler selbst sind nur ausnahmsweise versicherbar. Beim <a href="Versto%C3%9Fprinzip" title="Verstoßprinzip">Verstoßprinzip</a> der <a href="Verm%C3%B6gensschadenhaftpflichtversicherung" title="Vermögensschadenhaftpflichtversicherung">Vermögensschadenhaftpflichtversicherung</a> tritt der <a href="Versicherungsfall" title="Versicherungsfall">Versicherungsfall</a> bereits bei vorkommenden Fehlern ein und nicht erst, wenn der Fehler einen Schaden verursacht hat. Bei allen anderen Versicherungen muss erst ein <a href="Versicherungsschaden" class="mw-redirect" title="Versicherungsschaden">Versicherungsschaden</a> nachgewiesen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vermeidungsstrategien">Vermeidungsstrategien</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kontrolle">Kontrolle</h3></div>
<p>Durch eine detektive <a href="Kontrolle" title="Kontrolle">Kontrolle</a> sollen entstandene Fehler aufgedeckt werden. Sie kann im Hinblick auf den Kontrollumfang als <a href="Stichprobenkontrolle" class="mw-redirect" title="Stichprobenkontrolle">Stichprobenkontrolle</a> oder Totalkontrolle durchgeführt werden. Ist sie in einzelne <a href="Ablaufabschnitt" title="Ablaufabschnitt">Ablaufabschnitte</a> eines <a href="Arbeitsprozess_(Betriebswirtschaft)" title="Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)">Arbeitsprozesses</a> integriert, kann sie Fehlerketten verhindern. Die Ergebnisse systematischer Kontrollen können zur Fehleranalyse beitragen, die zur Fehlerprävention genutzt werden kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Controlling">Controlling</h3></div>
<p>Im <a href="Controlling" title="Controlling">Controlling</a> unterscheidet man bei der Analyse von Abweichungsursachen drei Fehlerarten:
</p>
<ul><li><i>Planungsfehler</i>: hier wird die Umweltsituation falsch beschrieben. Dies kann durch falsche Annahmen von <a href="Marktentwicklung" title="Marktentwicklung">Marktentwicklungen</a>, falsche Annahmen über <a href="Kostenfunktion_(Wirtschaft)" title="Kostenfunktion (Wirtschaft)">Kosten-</a> oder <a href="Ertragsfunktion" class="mw-redirect" title="Ertragsfunktion">Ertragsfunktionen</a> oder ähnliches beruhen.</li>
<li><i>Realisationsfehler</i>: dies kann durch unbeabsichtigtes Fehlverhalten aber auch durch beabsichtigtes <i>(<a href="Prinzipal-Agent-Theorie" title="Prinzipal-Agent-Theorie">Prinzipal-Agent-Theorie</a>)</i> entstehen.</li>
<li><i>Auswertungsfehler</i> durch Messfehler, <a href="Buchhaltung" title="Buchhaltung">Fehlbuchungen</a>, falsche Interpretationen oder ähnlich verursachte Fehler.</li></ul>
<p>Ziel beider Arten ist es, entdeckte Fehler zu bereinigen, aber aus Fehlern künftig zu lernen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fehlerforschung">Fehlerforschung</h2></div>
<p>Die Fehlerforschung ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Erforschung von <a href="Denkfehler" class="mw-redirect" title="Denkfehler">Denk-</a>, <a href="Planung" title="Planung">Planungs</a>- und Handlungsfehlern befasst. Als erster <a href="Psychologe" title="Psychologe">Psychologe</a> versuchte <a href="James_Sully" title="James Sully">James Sully</a> bereits im Jahre 1881, Wahrnehmungsfehler und Erinnerungsfehler (bzw. Illusionen) zu klassifizieren<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und kognitive Erklärungsprinzipien dafür zu finden.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bereits <a href="Sigmund_Freud" title="Sigmund Freud">Sigmund Freud</a> trug mit den von ihm geprägten Begriffen <a href="Fehlleistung" title="Fehlleistung">Fehlleistung</a> (1901)<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Fehlhandlung" title="Fehlhandlung">Fehlhandlung</a> (1935)<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zur Fehlerforschung bei. Fehlleistungen sind demnach das <a href="Freudscher_Versprecher" title="Freudscher Versprecher">Versprechen</a>, <a href="Vergessen" title="Vergessen">Vergessen</a>, <a href="Schreibfehler" class="mw-redirect" title="Schreibfehler">Verschreiben</a>, <a href="Verh%C3%B6rer" title="Verhörer">Verhören</a>, <a href="Fundrecht_(Deutschland)" title="Fundrecht (Deutschland)">Verlieren</a>, Vergreifen oder Verlegen bei Gegenständen. Typische Fehlhandlungen etwa der Küchenarbeit sind Begießen, Bespritzen oder Beflecken. Fehlleistungen und Fehlhandlungen sind Leistungen oder Handlungen, die unter dem Einfluss unbewusster Konflikte als Störfaktoren das ursprünglich beabsichtigte Ziel verfehlen oder doch nur in entstellter Weise erreichen, und dabei unbewussten <a href="Wunsch" title="Wunsch">Wünschen</a> zum Durchbruch verhelfen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Fehlerkunde und Fehlerforschung brachte 1926 <a href="Hermann_Weimer" title="Hermann Weimer">Hermann Weimer</a> mit seinen fehlerkundlichen und fehlerpsychologischen Schriften in den Mittelpunkt. Der Umgang mit Fehlern und das <a href="Lernen_aus_Fehlern" title="Lernen aus Fehlern">Lernen aus Fehlern</a> werden beim <a href="Lernen_durch_Einsicht" title="Lernen durch Einsicht">Lernen durch Einsicht</a>, Lernen durch <a href="Versuch_und_Irrtum" title="Versuch und Irrtum">Versuch und Irrtum</a> und dem <a href="Probleml%C3%B6sen" title="Problemlösen">Problemlösen</a> thematisiert.
</p><p>In der Betriebswirtschaft werden Fehler und der Umgang mit ihnen etwa zum Zweck der Effizienzsteigerung untersucht. Hier zeigt sich nach dem Jahrtausendwechsel auch ein zunehmendes wissenschaftliches Interesse an der Fehler- bzw. <a href="Fehlerkultur" title="Fehlerkultur">Fehlermanagementkultur</a>. Hinter letzterem steht der Grundsatz, dass eine Fehlerprävention nicht immer zu realisieren ist und es daher Strategien für den Umgang mit ihnen braucht. In empirischen Studien konnte ein positiver Effekt des Fehlermanagement-Ansatzes für das Lernen von Gründern,<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> für die Profitabilität von Firmen,<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> für die Innovativität in Unternehmen<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie für die Qualität von Dienstleistungen<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gezeigt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kreative_Fehler">Kreative Fehler</h2></div>
<p>Fehler haben nicht immer negative Folgen, auch wenn der Begriff insgesamt negativ <a href="Konnotation" title="Konnotation">konnotiert</a> ist. So führte ein <a href="Navigation" title="Navigation">Navigationsfehler</a> von <a href="Christoph_Kolumbus" title="Christoph Kolumbus">Christoph Kolumbus</a> im Oktober 1492 zur <a href="Entdeckung_Amerikas_1492" title="Entdeckung Amerikas 1492">Entdeckung Amerikas</a>. <a href="Alexander_Fleming" title="Alexander Fleming">Alexander Fleming</a> machte im September 1928 zu Beginn der Sommerferien den Fehler, seinen <a href="Arbeitsplatz" title="Arbeitsplatz">Arbeitsplatz</a> nicht aufzuräumen. Nach seiner Urlaubsrückkehr musste er feststellen, dass im Labor eine vergessene <a href="Agar" title="Agar">Agarplatte</a> mit einem <a href="Schimmelpilz" class="mw-redirect" title="Schimmelpilz">Schimmelpilz</a> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic"><a href="Penicillium_notatum" class="mw-redirect" title="Penicillium notatum">Penicillium notatum</a></span>) überzogen war, der ihn zur <a href="Erfindung" title="Erfindung">Erfindung</a> des <a href="Penicillin" class="mw-redirect" title="Penicillin">Penicillins</a> anregte. Auch die Erfindungen von <a href="Teflon" class="mw-redirect" title="Teflon">Teflon</a> (Juli 1941), <a href="Post-it" class="mw-redirect" title="Post-it">Post-it</a> (1974) und <a href="Viagra" class="mw-redirect" title="Viagra">Viagra</a> (März 1998) beruhten auf vorangegangenen <a href="Forschung" title="Forschung">Forschungsfehlern</a>.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Irrtum" title="Irrtum">Irrtum</a></li>
<li><a href="Makel" title="Makel">Makel</a></li>
<li><a href="Menschlicher_Fehler" title="Menschlicher Fehler">Menschlicher Fehler</a></li>
<li><a href="Mangel_(Qualit%C3%A4t)" class="mw-redirect" title="Mangel (Qualität)">Mangel (Qualität)</a></li>
<li><a href="Fehlerkultur" title="Fehlerkultur">Fehlerkultur</a></li>
<li><a href="Fehlerspeicher" title="Fehlerspeicher">Fehlerspeicher</a>, Teil eines Steuerungssystems, das die <a href="Fehlerdiagnose" title="Fehlerdiagnose">Fehlerdiagnose</a> erleichtert</li>
<li><a href="Fehlertoleranz" class="mw-disambig" title="Fehlertoleranz">Fehlertoleranz</a>, ein Begriff aus der Systemtheorie</li>
<li><a href="Mean_Time_Between_Failures" title="Mean Time Between Failures">Mean Time Between Failures</a> (MTBF), mittlere Zeitdauer zwischen zwei Ausfällen eines technischen Systems</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Martin Weingardt: <i>Fehler zeichnen uns aus. Transdisziplinäre Grundlagen zur Theorie und Produktivität des Fehlers in Schule und Arbeitswelt.</i> Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2004, ISBN 3-7815-1276-2.</li>
<li>Ulrich Frey: <i>Der blinde Fleck. Kognitive Fehler in der Wissenschaft und ihre evolutionsbiologischen Grundlagen.</i> Ontos-Verlag, Heusenstamm u. a. 2007, ISBN 978-3-938793-51-0.</li>
<li>Philip B. Crosby: <i>Quality is free: the art of making quality certain.</i> McGraw-Hill, New York 1979, ISBN 0-07-014512-1.</li>
<li>John Taylor: <i>Introduction to Error analysis: The Study of Uncertainties in Physical Measurements.</i> (dt. „Fehleranalyse“). 2. Auflage. Univ. Science Books, 1997, ISBN 0-935702-75-X. (auf dem Titel des Buchs ist ein Foto vom <a href="Eisenbahnunfall_am_Gare_Montparnasse" title="Eisenbahnunfall am Gare Montparnasse">Eisenbahnunfall am Gare Montparnasse</a> 1895)</li>
<li>Manfred Drosg: <i>Der Umgang mit Unsicherheiten: Ein Leitfaden zur Fehleranalyse</i>. 1. Auflage. Facultas, 2006, ISBN 3-85076-748-5.</li>
<li><a href="Rolf_Dobelli" title="Rolf Dobelli">Rolf Dobelli</a>: <i>Die Kunst des klaren Denkens. 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen.</i> Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-42682-5.</li>
<li>Klaus Horsten: <i>Richtig Fehler machen! So wird Falsches gut</i>. Edition Imperfekta, Wien 2014, ISBN 978-3-200-03588-1, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.at/books?id=nWXpDwAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Google Books online</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Fehler" class="extiw external" title="q:Fehler">Wikiquote: Fehler</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Fehler" class="extiw external" title="wikt:Fehler">Wiktionary: Fehler</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li>Klaus Horsten: Richtig Fehler machen! So wird Falsches gut, Edition Imperfekta, Wien 2020 (2014), ISBN 978-3-200-03588-1. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.richtigfehlermachen.at/richtigfehlermachen.pdf">Vollversion zum Download</a></li>
<li>Katrin Sanders: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/pisaplus/1302403/"><i>Das Glaswiki in Rheinbach - Schüler schreiben ihr Lehrwerk selbst.</i></a> dradio.de, Deutschlandfunk, <i>Pisaplus</i>, 23. Oktober 2010. (24. Oktober 2010)</li>
<li>Literaturliste zum Thema "Fehler": <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.richtigfehlermachen.at/literatur.html"><i>Fehler - Bibliographie (kommentiert)</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">George A Miller/Eugene Galanter/<a href="Karl_H._Pribram" title="Karl H. Pribram">Karl H. Pribram</a>, <i>Plans and the Structure of Behavior</i>, 1960, S. 59 ff.</span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Gabriele Steuer, <i>Fehlerklima in der Klasse</i>, 2014, S. 12</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=xrDWo9_myo0C&amp;pg=PA51&amp;dq=Fehlerursachen&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwi8udmG-97ZAhUrC8AKHQ9eAswQ6AEIODAD#v=onepage&amp;q=Fehlerursachen&amp;f=false">Petra Badke-Schaub/Gesine Hofinger/Kristina Lauche (Hrsg.): <i>Human Factors: Psychologie sicheren Handelns in Risikobranchen</i>, 2008, S. 51</a></span>
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</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090525064923/http://www.erklaert.de/navigation/cockpit-sicherheit/fehlerkette"><i>Die Theorie von der Fehlerkette.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.erklaert.de%2Fnavigation%2Fcockpit-sicherheit%2Ffehlerkette">Originals</a></span> vom 25. Mai 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.erklaert.de/navigation/cockpit-sicherheit/fehlerkette">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.erklaert.de/navigation/cockpit-sicherheit/fehlerkette">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.erklaert.de</span> auf: <i>erklaert.de</i></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=fIOfBgAAQBAJ&amp;pg=PA300&amp;dq=grenzwert+lexikon&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwibjIHp4sToAhXMG5oKHdJHBI84ChDoAQhMMAU#v=onepage&amp;q=grenzwert%20lexikon&amp;f=false">Hubert Gräfen/VDI-Gesellschaft Werkstofftechnik (Hrsg.), <i>Lexikon Werkstofftechnik</i>, 1993, S. 286 f.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Kardinalfehler">Kardinalfehler</a> In: duden.de</span>
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